Homöopathie

„Wenn man aber weiß, dass die Homöopathie schon vor 100 Jahren die Behandlung des Kropfes mit kleinsten Joddosen als wirksam bezeichnete und 100 Jahre vergehen mussten, bis die Schulmedizin auf langen Um-und Irrwegen zu derselben Auffassung kam, so darf doch wohl das Mysterium der kleinen Dosen nicht als so nebensächlich hin gestellt und unrichtig und lächerlich gemacht werden, wie es heute von den Pharmakologen geschieht. Und wenn wir daran denken, dass unsere modernste Tuberkulosebehandlung mit Verdünnungen arbeitet, so wird das Mysterium der kleinsten Dosen, die Homöopathie, als wirksames Prinzip restlos anerkannt werden müssen“
Chirurg Prof.Dr.med. Sauerbruch, aus seiner Autobiographie “Das war mein Leben”, 1951

Bei einer klassischen homöopathischen Behandlung wird immer der Mensch in seiner individuellen Ganzheit behandelt unter Berücksichtigung seiner Veranlagung, seiner mitmenschlichen Umwelt und seiner Biographie.

Sie erhalten deshalb einen umfangreichen Fragebogen (Anamnesebogen), den Sie in aller Ruhe ausfüllen können.

In der Homöopathie wird Ähnliches mit Ähnlichem geheilt (“Similia similibus curentur”), d.h. der Patient bekommt ein Mittel, dass seinen Symptomen am ähnlichsten ist.

Dieses Mittel ruft bei einem Gesunden dieselben oder sehr ähnliche Krankheitssymptome hervor, unter denen der Patient leidet, aber beim Patienten wirkt es gesundend, weil es seinem Leiden entspricht, es „spiegelt“, energetisch in Resonanz geht und so heilen kann.

Die Homöopathie ist seit über 200 Jahren eine sichere und unschädliche Behandlungsform und tatsächlich denken viele Menschen oft zuallererst an Homöopathie und die „kleinen weißen Kügelchen,“ wenn sie sich eine Behandlung durch einen HeilpraktikerIN vorstellen

Von der klassischen Homöopathie unterscheidet sich die Komplexhomöopathie.

Hier wird kein individuelles Einzelmittel gesucht, sondern, entsprechend den Beschwerden, ein, bereits in fertiger Kombination vorliegendes, homöopathisches Präparat verordnet, welches aus verschiedenen Einzelmitteln zusammengestellt ist.

Kritiker begründen ihren Zweifel und ihre Ablehnung an der Homöopathie meist damit, dass ja in den höheren Potenzen “nichts mehr von der Ausgangssubstanz nachweisbar” ist, also demzufolge auch “nichts mehr wirken kann”.

Dem möchte ich nicht die außerordentlichen Erfolge der Homöopathie entgegenhalten, sondern darauf hinweisen, dass, was die Menschen auf der Welt am meisten bewegt, freut oder kränkt, Gefühle und Emotionen sind: Liebe, Freude, Trauer, Wut, Angst, Erwartungen, Ahnungen, Verzweiflung, Neid… alles Energien, die sich in ihrer Wesenhaftigkeit weder messen, wiegen, anfassen, noch fotografieren lassen, aber dennoch wirken sie und bestimmen unser ganzen Leben.

Wie Emil Nolde sagte: “Die Gottheit läßt sich nicht fotografieren, die Wissenschaft bedauert das sehr…”

Die klassische Homöopathie wurde begründet von dem Arzt Samuel Hahnemann (1755-1843)

Hahnemann entdeckte bei Selbstversuchen, dass Chinarinde, die bei einem Gesunden malariaähnliche Fieberschübe auslöst, bei Malariakranken eine Fiebersenkung hervorruft.

In zahlreichen weiteren Versuchen (“Arzneimittelprüfung”) testete er daraufhin die unterschiedlichsten Substanzen und stellte fest, dass tatsächlich Ähnliches durch Ähnliches geheilt werden kann, d.h. dass Substanzen, die Gesunde krank machen, Kranke in der entsprechenden Verdünnung (Potenzierung) heilen können.

Neben diesem Ähnlichkeitsgesetz und der Arzneimittelprüfung ist die Potenzierung (Dynamisierung) die 3.Säule der Homöopathie.

Da viele der homöopathisch eingesetzten Arzneimittel auch bei niedriger Verdünnung noch zu giftig oder schädlich wären, hat Hahnemann begonnen, diese Mittel schrittweise immer weiter zu verdünnen und zu verschütteln, zu “potenzieren”.

Dabei stellte er fest, dass ein Mittel umso mehr Wirkung zeigt, je höher es potenziert ist. Diese Beobachtung trifft nicht nur auf die giftigen Ausgangsstoffe zu, sondern gilt generell für alle homöopathischen Arzneien.

Es sind dann ab einer gewissen Verdünnung (10 hoch 23) und Verschüttelung keine Moleküle des ursprünglichen Mittels mehr nachzuweisen.

Die hohe Wirksamkeit, obwohl physikalisch kein Molekül mehr nachweisbar ist, kann man sich so erklären, dass jetzt nur noch die Information der Ausgangssubstanz wirksam ist, und zwar nun deshalb umso stärker, weil die Information/die Energie nicht mehr an Materie gebunden ist, sondern vollkommen unvermittelt, feinstofflich ihre heilende Wirkung entfalten kann.

Auch hier bewahrheitet sich die Erkenntnis: Viel hilft nicht viel, sondern kleine Reize erzielen oft die größte Wirkung.

Das Potenzieren findet in genau festgelegten Schritten statt (D-Potenz, C-Potenz, Q bzw.LM-Potenz) und bei jedem Verschütteln erfolgt eine erneute Dynamisierung der Heilenergie.

Nur das genau auf den individuellen Menschen passende Mittel, in der richtig gewählten Potenz wird vom Körper „verstanden“ und blockierte Regelkreise können aufgebrochen werden.

Dazu ist eine ganz genaue Befragung des Patienten, seine Mithilfe und oft auch viel Geduld wichtig.

Der Gemüts- und Geisteszustand, sowie sämtliche Umstände, welche die Beschwerden ausgelöst haben, ihnen vorausgegangen sind, sie verschlechtern oder verbessern sind von größter Bedeutung für die Mittelfindung.

Sie erhalten deshalb von mir einen umfangreichen Anamnesebogen, den Sie in aller Ruhe ausfüllen.

Wenn 10 Patienten an denselben Beschwerden leiden, so kann es durchaus sein, dass jeder eine andere Arznei braucht.

Die häufig in der Homöopathie, aber auch durchaus bei vielen anderen Therapien, vom Patienten gefürchtete “Erstverschlimmerung” ist meist ein gutes Zeichen, dass das richtige Mittel gewählt wurde und dass seine Lebensenergie noch kraftvoll genug ist, um entsprechend darauf zu reagieren, der Mensch es also noch schafft, mit diesem Mittel in Resonanz zu gehen. Man sollte dies daher wie eine heilsame “Erstreaktion”, eine sehr kraftvolle Antwort auf den Heilreiz verstehen.

Bei Leiden, wo auf keinen Fall eine Erstreaktion in Kauf genommen werden darf, wie z.B. bei einer Depression, da hat man die Möglichkeit, entsprechende Potenzen einzusetzen, die sehr sanft wirken und bei denen eine Erstverschlimmerung sofort mit dem Absetzen beendet werden kann.

Auch gewisse Substanzen wie u.a. Kampfer, Propolis, Eukalyptus und Menthol können die Wirkung homöopathischer Mittel schwächen oder aufheben.

In der klassischen Homöopathie werden nur Einzelmittel verordnet.

Die Komplexhomöopathie ist dagegen in ihrem Ansatz mehr dem modernen klinischen Denken angeglichen.

Die homöopathischen Mittel werden hier nicht nach bestimmten Prinzipien und der Gesamtheit der individuellen Symptome gewählt, sondern nach einzelnen Lokalsymptomen und Beschwerden zusammengestellt.

Basis der Auswahl ist die Pathologie der Erkrankung.

Die Mittel werden meistens in niedrigen Potenzen verabreicht oder in verschiedenen Potenzen derselben Arznei und es wird der sich gegenseitig unterstützende Effekt (Synergieeffekt) genutzt.

Beides, die klassische Einzelmittel-Homöopathie, wie auch die Komplexhomöopathie haben ihre Einsatzbereiche und ihre faszinierenden Erfolge.

Bitte beachten Sie: Der Gesetzgeber verlangt folgenden Hinweis:
Bei den hier vorgestellten Diagnose- und Therapiemöglichkeiten handelt es sich um Verfahren der alternativen Medizin, die, mangels wissenschaftlicher Studien, schulmedizinisch bisher noch nicht anerkannt sind. Alle Angaben über Eigenschaften, Wirkungen und Indikationen beruhen auf den Erkenntnissen und Erfahrungen innerhalb der Therapiemethoden selbst.